2026 Regeln

für diesen Wettbewerb benutzen wir die Regeln von MFSD.  

Habe mal meinen Freund beauftragt, mir zu sagen was sich geändert hat. 

‘Vergleiche diese Dokumente: https://modellflugimdaec.de/wp-content/uploads/BeMod-F-Schlepp.pdf  (new) and https://dmfv.aero/wp-content/uploads/2022/01/Ausschreibung-2025-Rev-0.pdf  (old)’

Kurze Version:

Punktesystem Zeitwertung

Alt: 3 Punkte Abzug pro Sekunde Abweichung von 200s, Maximum 300 Punkte. Neu: 1 Rohpunkt Abzug pro Sekunde, Maximum 200 Punkte. Die Zeitwertung hat insgesamt weniger Gewicht, und der Abzug pro Sekunde ist niedriger.

Punktrichter-Berechnung

Alt: immer 5 Punktrichter vorausgesetzt, höchste und niedrigste Wertung werden gestrichen. Neu: explizite Regeln für 3, 4 oder 5 Punktrichter. Bei 4: nur höchste streichen. Bei 3: keine Streichung. Die Berechnungslogik muss alle drei Fälle abdecken.

Landefeld-Bewertung

Alt: separate Fälle für “außerhalb Piste aber innerhalb Platzbegrenzung” (Normal) und “Überrollen Piste aber nicht Platzbegrenzung” (Normal). Neu: einfach 0 Punkte bei Aufsetzen außerhalb des Flugfelds, keine Zwischenzonen. Einfachere Logik.

Startreihenfolge

Alt: erste 2 Durchgänge per Los, danach umgekehrte Gesamtplatzierung. Neu: nur der 1. Durchgang wird ausgelost. Ab den letzten 2 geplanten Durchgängen gilt die umgekehrte Platzierung. Bei 3 Durchgängen insgesamt ist also Durchgang 2 noch ausgelost, bei 4 Durchgängen sind Durchgang 1 und 2 ausgelost.

Normalisierung

Alt: Umrechnung in Prozentwertung (100% = höchste Punktzahl des Durchgangs). Neu: Umrechnung in Promille-Punkte (1000 = höchste Punktzahl des Durchgangs). Das Konzept ist identisch, nur der Skalierungsfaktor ist 10× größer.

Streicher

Alt: Streichdurchgang ab 3 oder mehr vollständigen Durchgängen. Neu: gleiche Schwelle, aber Gleichstand wird explizit durch Vergleich der gestrichenen Durchgänge aufgelöst — höherer Streicher-Wert gewinnt.

Verfügbare Kür-Figuren

Alt hatte 4 Kür-Optionen (Platzrunde M, Platzrunde M-K, Überflug Oval, Überflug Kreis). Neu nur noch 2 (Steigflug mit Figur-M, Überflug mit 2 Halbkreisen). Die M-K und Kreis-Varianten entfallen aus der Figurenliste.

Seillänge nach Klasse

Neu: Micro-Klasse maximal 15 m, Midi und Scale maximal 25 m. Wenn das System die Seillänge validiert, muss die Prüfung klassenabhängig sein.

Segler landet vor Motormodell

Beide Regelwerke sagen, dass nachfolgende Motormanöver mit 0 bewertet werden wenn der Segler zuerst landet, aber das neue Regelwerk definiert den Auslösezeitpunkt explizit: ab dem Stillstand des Segelflugmodells. Klarer Trigger für die Nullsetzung der verbleibenden Motormanöver.

Ansage-Pflichten

Alt verlangte “Landung Segelflugmodell – Jetzt” als bewertete Ansage. Neu gibt es diese Ansage nicht mehr als eigenständige Bedingung — der Landeanflug des Seglers wird durch den vollständigen Stillstand des Motormodells ausgelöst, nicht durch eine separate Ansage. Diese Prüfung aus der Validierungslogik entfernen.

Vollständige Version:

Vergleich: BeMod F-Schlepp (neu, DAeC, 01.01.2026) vs. Ausschreibung DM-Seglerschlepp (alt, DMFV, 2025-Rev0)

 

Kontext und Zweck

Das neue Dokument ist ein allgemeines Regelwerk der DAeC Bundeskommission Modellflug, gültig ab 01.01.2026, für alle F-Schlepp-Wettbewerbe. Das alte Dokument ist eine wettbewerbsspezifische Ausschreibung für die 50. Deutsche Meisterschaften des DMFV 2025, mit administrativen Details wie Startgebühren, Camping, Protest-Verfahren und Schiedsgericht – die im neuen Regelwerk fehlen.


Klassen

Merkmal Neu (BeMod) Alt (DMFV)
Klassen 3: Micro (≤2 kg), Midi (≤14 kg), Scale (≤25 kg) Keine Klasseneinteilung
Maßstabstreue Scale: max. 5% Abweichung, Maßstabsdifferenz zwischen Modellen max. 30% Nur bei gleichen Maßstäben: Segler darf kleiner sein
Schleppseil Micro: max. 15 m / Midi+Scale: max. 25 m Einheitlich max. 25 m

Steuerhilfen

Ein wesentlicher Unterschied: Das alte Regelwerk verbietet alle Steuerhilfen ohne Ausnahme (Disqualifikation für 2 Jahre bei Verstoß). Das neue Regelwerk erlaubt in der Micro-Klasse ausdrücklich Stabilisierungssysteme, die lediglich die Fluglage beruhigen, jedoch keine autonome Richtungs-/Höhen-/Geschwindigkeitssteuerung übernehmen.


Flugprogramm und Figurenbezeichnungen

Inhaltlich weitgehend äquivalent, aber mit abweichender Terminologie:

Funktion Neu (BeMod) Alt (DMFV)
Pflichtprogramm Standard-Programm Pflichtprogramm
Kürprogramm Varianten-Programme Küprogramm
Platzrunde Steigflug Platzrunde
Platzüberflug Überflug Platzüberflug
Steigflug M-Variante Steigflug mit Figur-M Platzrunde M-Figur
Überflug-Variante Überflug mit 2 Halbkreisen Platzüberflug Oval

Das alte Regelwerk hat zwei zusätzliche Kür-Varianten, die im neuen fehlen: die Platzrunde M-K-Figur (Platzrunde mit 360°-Kreis, Koeffizient 23) und den Platzüberflug Kreis (Koeffizient 12). Das neue Regelwerk bietet damit weniger Kür-Optionen.


Ansage-Pflichten

Das alte Regelwerk verlangt zusätzlich die Ansage “Landung Segelflugmodell – Jetzt” vor dem Segler-Landeanflug. Diese Pflichtansage gibt es im neuen Regelwerk nicht – dort ist die Ansage “Landeanflug Segler – jetzt” durch den Piloten vorgesehen, aber nicht als eigenständige Nullwertungs-Bedingung in gleicher Form formuliert.


Punktesystem

Element Neu (BeMod) Alt (DMFV)
Bewertungsskala 0-10 Rohpunkte × Manöverfaktor 0-10 Punkte × Koeffizient
Max. Punkte Standard 1640 ca. 1640 (Pflichtprogramm)
Max. Punkte Kür (höchste Option) 1690 bis 1800 (inkl. M-K + Kreis)
Zeitwertung max. 200 Punkte (1 Rohpunkt/Sek. Abzug) max. 300 Punkte (3 Punkte/Sek. Abzug)
Zeitwertungs-Faktor Faktor 1 auf Rohpunkte Direkt in Punkte

Die Zeitwertung ist im neuen Regelwerk deutlich weniger gewichtig (200 vs. 300 Maximalpunkte), was den Einfluss des Thermiksglücks auf das Gesamtergebnis reduziert.


Punktrichter-Regelung

Das neue Regelwerk adressiert explizit Szenarien mit weniger als 5 Punktrichtern: Bei 4 Richtern wird nur die höchste Wertung gestrichen, bei 3 Richtern gar keine. Das alte Regelwerk beschreibt nur den 5-Richter-Fall (höchste und niedrigste gestrichen).


Jugendwertung

Das neue Regelwerk führt eine separate Jugend-Segelflug-Wertung ein: Wenn mindestens 3 Teams jugendliche Seglerpiloten haben, wird eine eigenständige Wertung nur für die Segelflug-Manöver geführt. Das alte Regelwerk kennt nur die Team-bezogene Jugendwertung.


Aufrufsystem und Ablauf

Das alte Regelwerk sieht 3 Aufrufe vor (Aufruf 1, 2, 3/Startaufruf). Das neue Regelwerk arbeitet mit 2 Aufrufen: nach dem 2. Aufruf haben die Teams 3 Minuten, um flugbereit zu sein, dann Startfreigabe und 11 Minuten Rahmenzeit – strukturell ähnlich, aber vereinfacht.


Fazit

Das neue BeMod-Regelwerk ist ein übergeordnetes, organisationsunabhängiges Regelwerk, das die bestehende DMFV-Praxis standardisiert und vereinheitlicht. Die wichtigsten inhaltlichen Änderungen sind: Einführung von 3 Gewichtsklassen, geringere Zeitwertungsgewichtung, weniger Kür-Optionen (aber die M-Figur bleibt), explizite Micro-Klassen-Ausnahme für Stabilisierungssysteme, und eine differenziertere Punktrichter-Regelung.